StudyWorld2016 über den Anbau eigener Nahrungsergänzungsmittel

Seine Nahrung eigenständig zu produzieren wird in ganz Europa immer populärer. Viele Menschen legen großen Wert darauf, hochwertige Lebensmittel zu essen. Sie lehnen den Einsatz von Pestiziden, Fungiziden und Herbiziden ab, wünschen sich eine diversere Natur und sind darauf bedacht den eigenen ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Vor allem der weitere Transport von Nahrungsmitteln ist ihnen ein Dorn im Auge.

Mittlerweile ist es selbst in Großstädten problemlos möglich Kräuter, Gemüse und vieles andere für den Eigenbedarf zu produzieren. Experten rechnen damit, dass durch vertikale Farmen in Zukunft jeder Deutsche große Mengen an Nahrung anpflanzen und ernten kann. Mit künstlichem Licht, einen guten Nährboden und etwas Knowhow kann man in den eigenen vier Wänden viel erreichen.

Trend schwappt auch auf Nahrungsergänzungsmittel über

Im eigenen Garten Supplements ernten

Superfoods und Nahrungsergänzungsmittel sind voll im Trend und erleben eine lange Hochphase. Gesundheit ist in, Naturprodukte sind in und Pharmaunternehmen sind out. StudyWorld hat einen jungen Kölner begleitet, der aus verschiedenen Pflanzen in seinem eigenen Garten Nahrungsergänzungsmittel für sich und seinen Bekanntenkreis herstellt. Im Süden von Köln klingeln wir an seiner Haustüre. Der Garten ist von einem hohen Betonzaun umgeben. Hier wachsen Pflanzen, die wir noch nie gesehen haben.

„Dort drüber ist die Abteilung der Nachtschattengewächse“ berichtet er stolz. „Aus ihnen werden Supplements, beispielsweise Tribulus Terrestris, also Erdburzeldornpulver“. Man merkt direkt, dass er mit großer Begeisterung von seinen Produkten spricht.

Im späteren Gespräch erfahren wir, dass er ein Anhänger vieler asiatischer Nahrungsergänzungsmittel ist, es jedoch ablehnt, dass diese dort unter schwierigen Bedingungen angepflanzt, geerntet und verarbeitet werden. Auch die weiten Transportwege gaben ihm zu denken. Er entschied sich als einer der ersten selbst Nahrungsergänzungsmittel für den Eigenbedarf zu produzieren.

„Viele der Pflanzen sind sehr widerstandsfähig. Sie gedeihen auch, wenn man anfänglich ein paar Fehler macht. Ihre Robustheit ist genau der Grund, weshalb sie viele gesunde Wirkstoffe enthalten.“

In der Küche des jungen Kölners finden wir zahlreiches Werkzeug für die weitere Verarbeitung. Nach einem umfangreichen Trocknungsprozess werden die meisten Pflanzen zu Pulver verarbeitet, um sie haltbar zu machen. Im Anschluss werden sie in Kapseln gefüllt, die geschluckt werden.

„Langsam komme ich an die Grenzen meiner Produktionsmöglichkeiten. Ich versorge viele Sportler, Freunde und Nachbarn. Um noch mehr zu produzieren, müsste ich mehr Garten haben und düngen. Das möchte ich jedoch nicht.“

Die Gärten der Deutschen besser nutzen

Agrarflächen werden in Deutschland langsam knapp. In den Gärten der Deutschen gibt es jedoch noch großes Potential. Mit der richtigen Erde und etwas Wissen könnten hier riesige Mengen an Nahrungsmitteln produziert werden, die die Welt dringend benötigt. Langfristig könnten so die Importe von Deutschland zurückgehen, Lebensmittel preiswerter und der Hunger auf der Welt effektiv bekämpft werden. Anstatt Zierpflanzen müssten wir dazu lediglich Gemüse & Co anpflanzen. Ist unsere Gesellschaft dazu bereit?

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